Darkly Dreaming vs. Dexter

Veröffentlicht am Montag, 24 November, 2008 um 13:54 von emmy .
Kategorien: Dexter

Ich habe das Buch gelesen.“ Darkly Dreaming Dexter“ von Jeff Lindsay- Auf Deutsch heißt es „Des Todes dunkler Bruder“. Ich kann´s nicht anders sagen: Ich bin enttäuscht! Wahrscheinlich habe ich einfach viel zu viel erwartet. Denn immerhin diente das Buch als Romanvorlage für eine der mit Abstand besten Serien, die im Moment laufen. Auf der was meinen Geschmack angeht sonst sehr zuverlässigen ”Fachseite” krimicouch.de schneidet das Buch hervorragend ab.

Es hat viele Seiten gedauert, bis es mir möglich war, das Buch als spannend zu empfinden, da der ständige Vergleich mit der Serie es schwer macht, sich richtig darauf einzulassen. Zuviel Denken. Der Dexter in der Romanvorlage ist zu Beginn nicht wirklich der Dexter aus der Serie, was wahrscheinlich vor allem an der alles überstrahlenden Darstellung von Michael C. Hall liegt. Er macht Dexter sehr viel sympathischer, als man es anfangs im Krimi empfindet. Doch irgendwann ist man drin. Es gibt deutlich weniger Morde im Buch und 70 Seiten vor Ende ist der Ice-Truck-Killer noch nicht einmal in Erscheinung getreten, also persönlich, seine „Werke“ natürlich schon. LaGuerta nimmt einen erstaunlich großen Part ein und wird sehr gründlich beleuchtet und – sie stimmt zu 100% mit der Serienrolle überein. Deborah ist noch ein bisschen nörgeliger und verzweifelter, als sie es sowieso schon ist. Rita wird beschrieben als klein, sehr sportlich mit kurzen Haaren, sehr viel jungenhafter, als sie im Fernsehen ist und rückt total in den Hintergrund.

Ungefähr in der Mitte des Buches hab ich mich angekommen gefühlt. Witzig geschrieben, sehr nah am Abbild…und dann, ab ca. 50 Seiten vor Schluss kommt alles anders. Viel zu schnell mit wenig Charme und nur rudimentärer Info über Dexter. Das Ende ist deutlich anders und sehr viel weniger ergreifend hier im Buch. Dexter verschwimmt als Persönlichkeit zu sehr, der Ice-Truck-Killer ist sehr stumpf und was bleibt ist Nichts. Ein klarer Fall von viel zuviel Erwartung!!!

Serienkilleratmosphäre

Wie schon erwähnt, kann ich nicht einschätzen, wie ich das Buch ohne die Serie bewertet hätte. Ich kann es nicht sagen. Auf jeden Fall wäre Dexter auch so nicht in meine Top5 der besten Serienkillerkrimis gelandet, die wie folgt aussieht:

Platz5: „Trübe Wasser sind kalt“ von Patricia Cornwell

Von den Kritiken mit wenig Freundlichkeit bedacht, trotdem mein Liebling aus der Kay Scarpetta-Reihe

Platz 4: „Letzter Tanz“ von Jeffrey Deaver

Der Totentänzer ist ein unglaublich faszinierender Serienkiller in der wunderbaren Lincoln Rhymes - Reihe

Platz 3: ganz klassisch „American Psycho von Bret Easton Ellis

So abgebrüht und nüchtern, wie Patrick Bateman (Dexter benutzt ihn als “Decknamen” bei der Beschaffung seines Betäubungsmittels) zwischen den Beschreibungen seiner Armanianzüge und seiner Morde hin und her schaltet im komplett gleichen Ton hat er sich den Platz klar verdient. Abstoßend und eiskalt, aber mit bleibendem Eindruck.

Platz 2: „Verblendung“, „Verdammnis“, „Vergebung“ von Stieg Larsson

Hier stehen nicht so sehr die Killer im Vordergrund- es handelt sich auch nicht immer um klassische Serienkiller, muss aber trotzdem rein- als vielmehr die wundervoll gezeichneten Hauptpersonen. Eine meisterhafte Trilogie eines viel zu früh verstorbenen Künstlers seines Fachs

Platz 1: “Psychopath” von Keith Ablow

Der kränkste, der beste, der krasseste Serienkiller, der je auf Papier gebannt wurde. In weiten Teilen aus der Perspektive des Killers geschrieben, eröffnet Keith Ablow liebevoll charakterisierte Ermittler und deren Umfeld und tiefe Abgründe eines durch und durch psychopatischen Seriemörders.

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Darsteller des Montags: Jill Hennessy

Veröffentlicht am Montag, 24 November, 2008 um 9:34 von emmy .
Kategorien: Darsteller des Montags

Jill Hennessy ist bekannt als Jordan Cavanaugh in Crossing Jordan. Ruppig, deutlich, nicht immer freundlich und doch liebenswert. Ein kleiner Eindruck:

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

Kurz was zur Serie. Das Ende von Crossing Jordan war nicht so extrem beeindruckend. Mit dem Flugzeugabsturz (ohne geht es wohl gar nicht mehr) und dem sich ziehenden Ende, dass nicht so richtig eines war. Und…Crossing Jordan ist von Tim Kring, dem Heroes-Mann. Hoffentlich ist das nicht so ein grundsätzliches Problem bei ihm, dass er Enden nicht kann…

Biographie:

  • Geboren wurde Jill Hennessy am 25.11.1968 in Edmonton, Alberta und ist somit Kanadierin
  • Jill hat eine Zwillingsschwester und einen jüngeren Bruder. Alle 3 wuchsen zusammen bei ihrem Vater auf, die Mutter hat die Familie hinter sich gelassen.
  • In Toronto machte sie viel Improvisationstheater, viel Comedy.
  • Praktisch, beeindruckend und sehr kanadisch: SIe spricht 5 Sprachen fließend: klar Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Deutsch-Hallo Frau Hennessey!!!
  • In New York hat sie in der U-Bahn gesungen, um sich ein bisschen Geld zu verdienen
  • Sie war in der engeren Auswahl um die Rolle von Dana Scully in AkteX (kann ich mir ganz gut vorstellen, obwohl natürlich Scully Scully ist)

Filmographieauszug:

  • Robocop 3
  • I Shot Andy Warhol
  • America’s Most Wanted
  • Dogma
  • Es begann im September
  • Exit Wounds

Ungewöhnliche MIschung an Filmen, aber durchaus das ein oder andere Zuckerstückchen. Mal sehen, was da noch kommt…

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