Jeremy Bentham’s Panopticon

Veröffentlicht am Freitag, 15 August, 2008 um 9:09 von emmy .
Kategorien: !!!Spoiler und Gerüchte!!!, Lost

Die grundsätzliche Bedeutung von Namen bei “Lost” wurde von den Machern mehrfach bestätigt (könnte natürlich auch ein gutes Mittel zu Ablenkung von der Wahrheit sein). Beim Lostpanel auf der SanDiego ComicCon kam eine Frage nach Jeremy Bentham alias John  Locke (Ende 4.Staffel) und wurde kein bisschen beantwortet…Es ging um sein Panopticon, ein Gedankenkonstrukt. Dieser Entwurf von Jeremy Bentham (engl. Philosoph, 1748-1832) betrifft ein in seinen Augen wesentliches Ordnungsprinzip zur Steuerung und Überwachung in Disziplinargesellschaften. Dabei geht es um eine Überwachungsanstalt (Gefängnis o.ä.), in der die Wärter jederzeit jeden Schritt der zu Überwachenden verfolgen können, diese jedoch sich dessen nicht (zwingend) bewusst sind. Michel Foucault hat diese Idee im 20. Jahrhundert wieder aufgenommen.

Das Zeichen von Dharma entspricht in wesentlichen Zügen dem Grundriss des Panopticons: beide haben einen Zentralbereich, der zur uneingeschränkten Beobachtung der “Versuchspersonen” dient. Irgendwie liefert diese These auch eine Erklärung für das Auftauchen des Rauchs, die Isolation von Personen, um sie von der Gruppe abzuspalten und die Stimmen, die hörbar sind, bevor der Rauch auftaucht. Ebenso lässt sich mit dem Prinzip des Panopticons die Überwachung der einzelnen Dharma-Stationen erklären. 

Schöne Theorie, wie ich finde…

Am Ende noch ein Zitat eines anderen großen englischen Philosophen:

 ”Die Welt ist so, wie sie uns erscheint, auch wenn sie mit der realen Welt nicht übereinstimmen muss” (John Locke,1632-1704)

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2 comments.

WolleP

Comment am Montag, August 18, 2008.

Na ja, irgendwas kann man immer reininterpretieren, oder?

Grace

Comment am Sonntag, August 31, 2008.

aber so bekommt das ganze doch einen intellektuellen Anstrich…

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