Hausverbot für Dexter

Veröffentlicht am Freitag, 6 März, 2009 um 11:43 von emmy .
Kategorien: Aktuelles, Dexter

Hab ich fast übersehen die News in der Abendzeitung München, der AZ von gestern. Sensationell aber eigentlich, weil unsere bayerische Lebensart und all seine Auswüchse mal wieder zugeschlagen haben. Entschuldigung Welt, wir haben durchaus auch unsere guten Seiten…viele…

Fakt ist: “Dexter” hat sowas wie Hausverbot im Hofbräuhaus (in dem es kaum Kellner gibt, die akzentfrei Deutsch sprechen, ganz zu schweigen von bayrisch) weil er dort für Promozwecke ein Tellerchen Blutwurst auf Einladung von Premiere essen wollte. Unter dem Motto: Serienkiller ist Blutwurst”. Ein Serienkiller passt nicht in die bayerische Wirtshaustradition ist die Begründung für die Absage. Und gleich wieder Grundsätze der Ethik und Kultur ausgepackt, schliesslich sind wir eine christliche Nation.

Ich gehe davon aus, dass keiner von den Wirtshausgöttern im Zentrum der Weltstadt mit Herz je die Serie Dexter gesehen hat oder sehen wird.

Mal davon abgesehen kann Michael C. Hall froh sein, dass der Kelch Blutwurst an ihm vorüber geht. Oder auch nicht, denn ein Edelhotel hat dem “Killer” die standesgemäße Mahlzeit schon stolz freigegeben…schade trotzdem, das Bier im Hofbräuhaus hätte ihm sicher geschmeckt.

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Golden Globes 2009: Die Nominierungen

Veröffentlicht am Sonntag, 11 Januar, 2009 um 18:08 von emmy .
Kategorien: Aktuelles

Heute ist wieder einer dieser seltenen Feiertage! Zu nachtschlafender Zeit werden die Golden Globes 2009 vergeben (Pro7, 2:00 Uhr). And these are the Nominées:

in der Kategorie TV, der Königskategorie, sind folgende Serien und Darsteller nominiert:

Beste Fernsehserie-Drama:

Beste Hauptdarstellerin in einer TV-Serie-Drama:

  • Sally Field - Brothers  Sisters
  • Mariska Harditay - Law & Order
  • Anna Paquin - True Blood
  • January Jones - Mad Men
  • Kyra Sedgwick - The Closer

Bester Hauptdarsteller in einer TV-Serie - Drama:

  • Michael C. Hall - Dexter

  • Jon Hamm - Mad Men

  • Hugh Laurie - House
  • Gabriel Byrne - In Treatment
  • Jonathan Rhys Meyers - The Tudors

Beste TV-Serie- Musical / Comedy:

Starlight Express Musical

Beste Hauptdarstellerin in einer TV-Serie - Musical/Comedy

  • Christina Applegate – Samantha Who?
  • America Ferrera – Ugly Betty
  • Tina Fey – 30 Rock
  • Debra Messing – The Starter Wife
  • Mary-Louise Parker – Weeds

Bester Hauptdarsteller in einer TV-Serie - Musical / Comedy

Beste Mini-Serie / TV-Film:

  • A Raisin In The Sun
  • Bernard And Doris
  • Cranford
  • John Adams
  • Recount

Beste Hauptdarstellerin Mini-Serie / TV-Film:

  • Judi Dench – Cranford
  • Catherine Keener – An American Crime
  • Laura Linney – John Adams
  • Shirley MacLaine – Coco Chanel
  • Susan Sarandon – Bernard And Doris

Bester Hauptdarsteller Mini-Serie / TV-FIlm:

  • Ralph Fiennes – Bernard And Doris
  • Paul Giamatti – John Adams
  • Kevin Spacey – Recount
  • Kiefer Sutherland – 24
  • Tom Wilkinson – Recount

Beste Nebendarstellerin Mini-Serien / TV-Film:

  • Eileen Atkins – Cranford
  • Laura Dern – Recount
  • Melissa George – In Treatment
  • Rachel Griffiths – Brothers & Sisters
  • Dianne Wiest – In Treatment

Bester Nebendarsteller Mini-Serie / TV-Film:

  • Neil Patrick Harris – How I Met Your Mother
  • Denis Leary – Recount
  • Jeremy Piven – Entourage
  • Blair Underwood – In Treatment
  • Tom Wilkinson – John Adams

Und das große Bunte sind nicht die Gewinner, nur die, bei denen ich mich vor Begeisterung nicht zurückhalten kann!!!!Seht es als meine Wünsche. Um ernsthafte Prognosen abzugeben bin ich nicht neutral genug, würde allerdings bei bestem Darsteller auf Gabriel Byrnes tippen, bei bester TV-Serie Drama auf True Blood und sonst vermutlich die üblichen Verdächtigen von den Emmys. John Adams, 30 Rock und Entourage. Wir werden sehen!!! Bis später…

Disneys Der König der Löwen

Airbruschkurs Berlin

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Darkly Dreaming vs. Dexter

Veröffentlicht am Montag, 24 November, 2008 um 13:54 von emmy .
Kategorien: Dexter

Ich habe das Buch gelesen.“ Darkly Dreaming Dexter“ von Jeff Lindsay- Auf Deutsch heißt es „Des Todes dunkler Bruder“. Ich kann´s nicht anders sagen: Ich bin enttäuscht! Wahrscheinlich habe ich einfach viel zu viel erwartet. Denn immerhin diente das Buch als Romanvorlage für eine der mit Abstand besten Serien, die im Moment laufen. Auf der was meinen Geschmack angeht sonst sehr zuverlässigen ”Fachseite” krimicouch.de schneidet das Buch hervorragend ab.

Es hat viele Seiten gedauert, bis es mir möglich war, das Buch als spannend zu empfinden, da der ständige Vergleich mit der Serie es schwer macht, sich richtig darauf einzulassen. Zuviel Denken. Der Dexter in der Romanvorlage ist zu Beginn nicht wirklich der Dexter aus der Serie, was wahrscheinlich vor allem an der alles überstrahlenden Darstellung von Michael C. Hall liegt. Er macht Dexter sehr viel sympathischer, als man es anfangs im Krimi empfindet. Doch irgendwann ist man drin. Es gibt deutlich weniger Morde im Buch und 70 Seiten vor Ende ist der Ice-Truck-Killer noch nicht einmal in Erscheinung getreten, also persönlich, seine „Werke“ natürlich schon. LaGuerta nimmt einen erstaunlich großen Part ein und wird sehr gründlich beleuchtet und – sie stimmt zu 100% mit der Serienrolle überein. Deborah ist noch ein bisschen nörgeliger und verzweifelter, als sie es sowieso schon ist. Rita wird beschrieben als klein, sehr sportlich mit kurzen Haaren, sehr viel jungenhafter, als sie im Fernsehen ist und rückt total in den Hintergrund.

Ungefähr in der Mitte des Buches hab ich mich angekommen gefühlt. Witzig geschrieben, sehr nah am Abbild…und dann, ab ca. 50 Seiten vor Schluss kommt alles anders. Viel zu schnell mit wenig Charme und nur rudimentärer Info über Dexter. Das Ende ist deutlich anders und sehr viel weniger ergreifend hier im Buch. Dexter verschwimmt als Persönlichkeit zu sehr, der Ice-Truck-Killer ist sehr stumpf und was bleibt ist Nichts. Ein klarer Fall von viel zuviel Erwartung!!!

Serienkilleratmosphäre

Wie schon erwähnt, kann ich nicht einschätzen, wie ich das Buch ohne die Serie bewertet hätte. Ich kann es nicht sagen. Auf jeden Fall wäre Dexter auch so nicht in meine Top5 der besten Serienkillerkrimis gelandet, die wie folgt aussieht:

Platz5: „Trübe Wasser sind kalt“ von Patricia Cornwell

Von den Kritiken mit wenig Freundlichkeit bedacht, trotdem mein Liebling aus der Kay Scarpetta-Reihe

Platz 4: „Letzter Tanz“ von Jeffrey Deaver

Der Totentänzer ist ein unglaublich faszinierender Serienkiller in der wunderbaren Lincoln Rhymes - Reihe

Platz 3: ganz klassisch „American Psycho von Bret Easton Ellis

So abgebrüht und nüchtern, wie Patrick Bateman (Dexter benutzt ihn als “Decknamen” bei der Beschaffung seines Betäubungsmittels) zwischen den Beschreibungen seiner Armanianzüge und seiner Morde hin und her schaltet im komplett gleichen Ton hat er sich den Platz klar verdient. Abstoßend und eiskalt, aber mit bleibendem Eindruck.

Platz 2: „Verblendung“, „Verdammnis“, „Vergebung“ von Stieg Larsson

Hier stehen nicht so sehr die Killer im Vordergrund- es handelt sich auch nicht immer um klassische Serienkiller, muss aber trotzdem rein- als vielmehr die wundervoll gezeichneten Hauptpersonen. Eine meisterhafte Trilogie eines viel zu früh verstorbenen Künstlers seines Fachs

Platz 1: “Psychopath” von Keith Ablow

Der kränkste, der beste, der krasseste Serienkiller, der je auf Papier gebannt wurde. In weiten Teilen aus der Perspektive des Killers geschrieben, eröffnet Keith Ablow liebevoll charakterisierte Ermittler und deren Umfeld und tiefe Abgründe eines durch und durch psychopatischen Seriemörders.

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Quotenmekka KW 46/08

Veröffentlicht am Samstag, 15 November, 2008 um 13:01 von emmy .
Kategorien: Quotenmekka

Bei uns:

Ganz klar geht der Wochensieg, wie jede Woche, so auch diese an House. Über 30% am Dienstag abend, klarer kann man nicht abräumen.

Und sonst?

Gute Nachrichten: Dr.Molly & Karl läuft schlecht (6% Marktanteil bei Sat1 zur besten Sendezeit). Sogar die xte Wiederholung von NCIS hatte noch mehr (ok, nicht vielmehr, aber immerhin 7,9%).

Und was ganz schöne!!!!!!: Pushing Daisies stabilisiert sich, nicht auf allerhöchstem, aber gesunden Niveau, immerhin 13,4% in der werberelevanten Gruppe.

Weitere Quoten: Neue Folgen der Desperate Housewifes brachten 15,4 % für Pro7, CSI Miami 25,5%.

Und dann, leider immer noch nicht richtig gut die hervorragenden Serien Californication und Dexter auf RTL2 im klar einstelligen Bereich (mit je ca. 5%).

In USA:

Heroes fällt weiter. Offenbar hat die Entlassung zweier Autoren nicht zur Stabilisierung der Serie geführt. Mit nur 7,82 Mio Zuschauern erreichte die Heldenserie am Montag ein tiefes, tiefes Tal. Kommt jetzt der Aufschwung? Kommt Brian Fuller zurück? Wäre gute für Heroes, schlecht vermutlich für Pushing Daisies, denn das ist sein neues Baby.

Verglichen mit anderen Top-Hits sehen die Zahlen von Heroes aus wie Gold. Prison Break sahen am Montag gerade einmal 5,4 Mio Zuseher, immerhin knapp 200.000 mehr, als die immer schwächelnden Sarah-Connor-Chronicles.

Lauter Negativ-Meldungen…für wen lief es gut diese Woche?

Desperate Housewifes kamen auf 15,71 Mio Zuseher, gut doppelt so viele wie Heroes (eine Schande!). Noch mehr sahen sich am Dienstag NCIS an, nämlich 18,79 Mio, ein Dauerbrenner und Garant bei CBS (läuft in USA regelmäßig besser als House, der „nur“ 12,88 Mio begeisterte). Und wie geht es Fringe? 8,88 Mio, obwohl es direkt im ‚Anschluss an House läuft. Solide, aber nicht hervorragend für FOX. Absoluter Gewinner: CSI am Donnerstag mit 18,93 Mio.

Quelle: Quotenmeter.de

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Dexter über Dexter

Veröffentlicht am Dienstag, 4 November, 2008 um 11:32 von emmy .
Kategorien: Dexter Staffel 2

Gestern lief auf Premiere 4 die 3. Folge der 2. Staffel von Dexter. (Jetzt aufhören zu lesen, wer noch in der 1. festhängt!!!!!!!) Wenig Tote, doch tiefe Erkenntnisse. Dexter spricht vor seiner Selbsthilfegruppe, zu der seine Freundin Rita ihn gezwungen hat. Und er erklärt sich in seiner Ansprache selbst.

Und weil die so schön ist, und noch viel schöner im Original, ist sie hier für alle:

I’m Dexter and I’m not sure what I am
I just know there’s something dark in me
And I hide it, I certainly don’t talk about it
But it’s there – always
This dark passenger
And when he’s driving, I feel alive
Half sick with the thrill, the complete wrongness
I don’t fight him, I don’t want to
He’s all I’ve got
Nothing else could love me
Not even – and especially not me
or is that just a lie the dark passenger tells me
because lately there are these moments when I
feel connected to something else, someone…
The mask is slipping and things, people
not mattered before suddenly starting to matter
It scares the hell out of me…

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Serientitelmelodien

Veröffentlicht am Samstag, 11 Oktober, 2008 um 22:00 von emmy .
Kategorien: Allgemein Serien

Mal wieder eine Hitliste, diesmal meine liebsten Serientitelmelodien. Und sie ist nicht ganz so nostalgisch, wie die meisten Seiten im Netz es sehen. Bei mir sind nur zwei aus den 80ern, der Rest ist relativ neu:

Platz 10: Sopranos: Woke up this morning…!!! Das Lied wurde 1997 von der Gruppe Alabama 3 geschrieben (kein Won-Hit-Wonder, die gibt’s immer noch bei Blick auf die Homepage von ihnen) Die Vorfreude auf die nächste Folge hat sich beim Vorspann und der Fahrt von Tony immer ins gnadenlose gesteigert

Platz 9: NCIS: Der Song hat Dampf! Ich mag ihn! Und wer hat die Knarre??!! Natürlich Gibbs!

Platz 8: CSI (das gute CSI, also Las Vegas): Gut, sie haben geklaut. Aber wer hat gesagt, dass man die Titelmelodie selber schreiben muss!!!??? The Who schreiben das Lied “Who are you” bereits 1978.

Platz 7: Ein Colt für alle Fälle: Weil er damals unschlagbar war. Und wer sich jetzt denkt, Colt Sievers unbedingt mal wieder anzuschaun, weil er eben in der Kindheit so toll war… tut es nicht!!!! Selten war ich so entsetzt-kein Inhalt, schreckliche Klamotten und man bekommt den Eindruck: nicht Howie war der Depp!!

Platz 6: Akte X: Weil´s einfach DER Klassiker ist und so unverkennbar wie sonst nix.

Platz 5: Six Feet Under : Wunderschön! Klingt ein bisschen, wie die Nummer 1 (Deadwood). Aber liegt wahrschienlich an der gleichen Aufmachung mit den reduzierten Großaufnahmen, denn es haben unterschiedliche Leute gemacht. Schön!!!

Platz 4: Sledge Hammer: “Trust me, I know what I’m doing!” . Susi und Sledge- das beste Team der 80er!

Die TOP 3:

Platz 3: Dexter: Ich erwische mich tatsächlich mehrmals am Tag dabei, dass ich Dexter pfeife. Einen ganz gemeinen Ohrwurm haben sie das zur Morgenroutine von Dexter gemacht. Únd doch recht fröhlich und locker, ganz wie unser Held!:

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Platz 2: The Shield. So brachial und laut. Hübsch!

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Platz 1: Deadwood. Einfach unglaublich Western! Seht selbst:

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Schreibt mir eure Lieblingstitelmelodie!!!!

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Profiling Dexter Morgan - Vergleich mit dem “Icetruckkiller”

Veröffentlicht am Dienstag, 30 September, 2008 um 18:43 von emmy .
Kategorien: Dexter

—-Spoiler!!!!—-Spoiler!!!—–Spoiler!!!—–Spoiler!!!—–Spoiler!!!—–Spoiler!!!—–Spoiler!!!

Eigentlich wissen wir es ja alle, also doch kein Spoiler. DIe gegenseitige Faszination der beiden Serienkiller ist unbestritten, aber wie ähnlich sind sie sich wirklich?

Der Auslöser für ihre “Karriere” war bei beiden die selbe. Gewaltvoller Verlust eines geliebten Menschen und tagelanges Fristen in dessen Blut. Alleine im Dunkeln, komplett verängstigt und verlassen von der Welt.

Wie haben die beiden sich im Folgenden entwickelt?

Dexter ist in eine Familie gekommen, in der sich rührend um ihn gesorgt wurde. Sein Stiefvater Harry hat seine Neigung erkannt und ihm Regeln und Grenzen gegeben, um diese in Zaum zu halten. Er hat den kleinen Dexter beschützt und seine ersten Taten vertuscht. Harry hat ihm beigebracht, wie er der Welt, die er so wenig versteht gegenübertreten soll. Diese Regeln und der Kodex geben Dexter einen gewissen Halt und Vertrauen in seinen Stiefvater, seine Stütze.

Brian hingegen erfährt keine Wärme. Er kommt ins Heim und ist von dem Tag des Massakers an quasi auf sich selbst gestellt. Niemand behütet und beschützt ihn. Mit 6 Jahren war er auch schon bedeutend älter, als Dexter als “das Unglaubliche” geschah und er musste es ganz anders verarbeiten. Sein Vertrauen in die Welt wurde ihm genommen. Für ihn gab es nur Überleben oder untergehen. Das hat ihn schlau gemacht.

Beide haben dieses Spielerische. Die Lust an dem, was sie tun.

Doch für Brian ist es, im Gegensatz zu Dexter, nicht das oberste Ziel, zu überleben. Er ist viel mehr Kamikaze. Er hat selbst für seine Ausbildung gesorgt, hat sich sein eigenes Universum gebaut. Das kann nicht ewig gutgehen. Haben wir ja gesehen. Abwarten, wie lange Dexter seinen “Dark Passenger” vor der Welt verbergen kann…

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Profiling Dexter Morgan - Analyse und Profil (Teil 2)

Veröffentlicht am Montag, 29 September, 2008 um 14:00 von emmy .
Kategorien: Aktuelles, Dexter Staffel 1

Was hat Dexter zu dem gemacht, was er ist, wie nennt die Wissenschaft diese Form des Serienkillers?

Dexter hatte eine miese Kindheit, die den Grundstein für seine Karriere gelegt hat. Schon früh wird er mit Gewalt konfrontiert.  Auslöser war ein traumatisches Erlebnis. Dexter tötet Tiere (von den Nachbarn) und “sammelt” sie in einem “Massengrab.”

Harry ist es auch, der Dexter anleitet, wen er töten darf und wen nicht, wie er sich verhalten und kontrollieren soll. Er bringt ihm einen Kodex bei, eine Rechtfertigung jenseits aller gängiger Moralvorstellungen.

Dexter ist definitiv ein Psychopath, wie er im Lehrbuch steht. Er kennt keine Moral. Er hat ein immer gleiches Muster und sammelt Trophäen. Er ist von sich überzeugt. Es gibt für ihn keine Zweifel an der Richtigkeit seines Tötens, es muss sein. Streckenweise fühlt er sich als Held, seine Unrechtsbewusstsein ist nicht vorhanden. Er muss es immer wieder tun, ist schnell gelangweilt. Er lügt, auch indem er vorgibt, Interesse an Menschen zu haben. Er manipuliert die Fakten, bis sie für ihn passen. Alles ist dem höchsten Zweck untergeordnet: “not getting caught!”. Doch selbst der gerät ein bisschen ins Bröckeln in der 2. Staffel, wie fast alle anderen seiner Grundsätze.

Dexter ist von weisser Hautfarbe, wie 83 % aller Serienmörder (er ist kein Massenmörder, denn er bringt seine Opfer nicht auf einmal um, sondern immer nur einen an der Zahl). Zwischen den Morden liegt immer eine Cooling-Down-Phase. Bis auf 2 Ausnahmen hat Dexter, der Täter keine wirkliche Beziehung zum Opfer.

Wichtig bei Serienkillerprofilen ist das Muster dahinter. DIe Profiler gehen davon aus, dass sie leichter zum Täter geführt werden, wenn sie das “Was” und das “Warum” kennen. Dafür brauchen sie Namen und Gemeinsamkeiten der Opfer. Dexters Opfer sind alle Mörder, sonst haben sie scheinbar keine gemeinsamen Schnittmengen. Agent Lundy schlisst daraus auf einen selbstgerechten, planvollen Mörder evtl. mit einem Gott- oder Richterkomplex. Einer der übelsten Sorte.

Dexter unterscheidet sich vom klassischen Killer z.B. darin, dass ihm das Geschlecht seiner Opfer egal ist. Seine Störung liegt nicht in sexuellem Missbrauch begründet wie bei ungefähr der Hälfte aller Serientäter.

Jeder, der die 1. Staffel noch nicht gesehen hat, hat heute die Gelegenheit in den dunklen Strudel von Dexter Morgan einzusteigen- der Pilotfilm läuft auf RTLII um 22.50 Uhr…

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Profiling Dexter Morgan - Fallaufnahme (Teil 1)

Veröffentlicht am Mittwoch, 24 September, 2008 um 8:23 von emmy .
Kategorien: Dexter, Dexter Staffel 1

Dexter lebt in der perfekten Tarnung. Er hat einen seriösen Job, zu dem er pünktlich und adrett erscheint. Er umsorgt seine Schwester, ist immer freundlich, besorgt sich sogar so etwas wie eine Familie (Rita und die Kinder).  

Er denkt, er braucht das alles nicht, denn er ist anders. Dexter ist der Überzeugung, dass er keine Gefühle hat, keine Neigungen ausser der Einen.

Er hat einen starken Moralkodex, der in davon abhält “den Falschen” zu töten. Den Kodex hat er von seinem Stiefvater Harry, der ihn ihm von Kindheit an eingeschärft hat. Er ist die Grundlage und die Rechtfertigung für die Auswahl der Opfer. Dexter tötet nur “böse” Menschen, nach seiner Meinung Abschaum der Gesellschaft, Menschen, die sich nicht unter Kontrolle haben und deshalb Unschuldige töten.

Trotzdem ist es der starke Trieb, der Dexter töten lässt, sein “dark passenger”, der die einzige Stimme ist, die er hört und die er hören will.

Er tötet immer auf die gleiche Weise: schleicht sich von hinten an seine Opfer ran und betäubt sie erstmal. Er deponiert die Leichen immer auf die gleiche Art an der gleichen Stelle. Er hängt die Bilder der Opfer seiner auserwählten Täter an die Wände eines komplett mit Folie ausgekleideten Raumes, legt sie immer auf seine spezielle Liege (zum Ausbluten) und fixiert sie auf der LIege, sodass sie vor ihrem Tod noch einmal zu Bewusstsein kommen und er Ihnen ihre Untaten, den Grund für die Notwendigkeit ihrer Hinrichtung vor Augen halten kann. Dabei entnimmt er ihnen immer erst aus einer kleinen Wunde einen Tropfen Blut, die er zwischen zwei Objektträgern aufbewahrt und säuberlich in einer Holzbox aufreiht, die bei ihm zu Hause versteckt ist.

Ab 29.9. immer 22.50 Uhr montags auf RTL II - Es folgt Teil 2 - Analyse und Profil……..

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Episodentitel und ihre Tücken

Veröffentlicht am Samstag, 20 September, 2008 um 13:50 von emmy .
Kategorien: Allgemein Serien

Man kennt das ja aus dem Kino. Da werden Titel so böse verfälscht, dass man vor Schmerzen laut schreien möchte.

Bei Episodentiteln von Serien ist das ähnlich, nur erfährt man da den ursprünglichen Titel erst gar nicht - hält den Schmerz ab, aber auch oft ein Schmunzeln.Einfach ist es oft sicher nicht, da viele Titel mit bekannten Wortspielen und feststehenden Begriffen arbeiten. Wie wohl der “Butterfly effect” von Heroes Staffel 3 Episode 2 übersetzt wird, oder gar “The Second Coming”?

Oder wie erklärt man sowas wie die 3. Folge der 1. Staffel von Dexter?- denn da heisst der Titel im Original “Popping Cherry”, in der Übersetzung “Cherry on Ice”, auch hübsch, aber wenn man denn sowieso nicht die Sprache wechselt….ist das reine Eitelkeit in so einem Fall, den “besseren” Titel, als der Regisseur und die Writer gefunden zu haben? Oder was?

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